Das Hahntennjoch

Das Hahntennjoch, auch „Hahntennen“ genannt, ist ein Gebirgspass (1.894 m Seehöhe), der das Inntal mit dem Lechtal verbindet. Die Straße verläuft von der Imster Oberstadt 13,9 km lang als Landesstraße 246 über die Teilwiesen (Linserhof) und das enge Salvesental, vorbei an der Maldonalm bis zur Passhöhe. Diese bildet die Grenze zwischen der Gemeinde Imst (Bezirk Imst) und der Gemeinde Pfafflar (Bezirk Reutte). Ab der Passhöhe als Landesstraße 72 führt sie über 5,2 km lang über die Sommersiedlung Pfafflar (1.619 m) bis zur Bschlaber Landesstraße 266.
 
 

 

Die kurvenreiche, teils enge Straße weist Steigungen bis zu 18,9 % auf und ist durch Naturgefahren, wie Muren, Steinschlag und Lawinen, gefährdet. Nach mehreren Vermurungen aus den Schotterhängen entlang der Strecke wurde zur Sicherheit der Straßenbenützer im Jahr 2004 ein automatisiertes Frühwarnsystem installiert, das bei drohender Gefahr funkgesteuert Verkehrsampeln auf Rot schaltet und damit eine entsprechende Straßensperre bewirkt.
 
In den Wintermonaten (vom Spätherbst bis ca. Mai / Juni) besteht auf der Straße – aufgrund von Lawinengefahr – generell Wintersperre.
 

Daten zum Bau der Hahntennjochstraße:

 
1947

  Anregung von Ök.-Rat Franz Pircher an Bürgermeister von Imst Josef Koch, eine Almstraße zur Maldon und auch für die übrigen Almen zu bauen.
1948   Baubeginn bei der Abzweigung zum Linserhof in Handarbeit mit zehn Bauarbeitern. 
1950
 
  Bgm. Koch organisiert eine Besprechung über einen Weiterbau der Maldonstraße über das Joch mit einigen Bürgermeistern, Gastwirten und Kaufleuten in Holzgau. 
1955    Unter dem neuen Imster Bürgermeister Josef Gstrein werden alle Bauarbeiten eingestellt. 
1956    Wiederaufnahme der Bauarbeiten durch den wiedergewählten Bürgermeister Josef Koch. 
1959

  Besprechung in Boden über Antrag von Landesrat Eduard Wallnöfer. Der Baubeginn von Boden zum Joch wird beschlossen. Von Oberbaurat DI Brettner wird eine Bauzeit von 10 Jahren eingeplant und schließlich auch eingehalten. 
1969
 
  Zusammenschluss der Teilstücke am Hahntennjoch. Im Herbst feierliche Eröffnung der Hahntennjochstraße durch Landeshauptmann Ök.-Rat Eduard Wallnöfer. Zu dieser Zeit handelt es sich bei der Hahntennjochstraße um eine Straße von ca. 4 m Breite.
1970

 
  Der Verkehr belebt sich derart, dass ein weiterer Ausbau und ein Asphaltbelag unbedingt notwendig werden. In einem Fünfjahresprogramm wird die Finanzierung dieses Weiterbaues ermöglicht. Wieder ist es Landeshauptmann Wallnöfer, der sich für den endgültigen Ausbau der Autostraße besonders einsetzt. 
1977   Abschluss der Verbreiterungs-, Belags- und Randsicherungsarbeiten. 
1984


  Die nach den Abschlussarbeiten nicht mehr notwendigen Verkehrsbeschränkungen werden vom Amt der Tiroler Landesregierung einvernehmlich mit den Bezirksbauämtern aufgehoben. Stattdessen werden Beschränkungen für den Schwerverkehr und Bustransit vorgeschrieben.
 
  
Eine Gedenktafel auf der Passhöhe erinnert an den ehemaligen Bürgermeister von Imst – Josef Koch –, welcher den Bau der Hahntennjochstraße initiierte und vorantrieb.
 
 
 

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